Laufen & Ernährung


Voller Bauch läuft nicht gern. Das kann ich so unterschreiben! Exakt in dem Augenblick, wenn ein Lauf dem Gewicht am Allerbesten tun würde, macht dir der volle Magen einen Strich durch die Rechnung und zieht dich regelrecht runter. Die letzten beiden Tage waren voller Schokolade, Pizza, Burger, Eis und ähnlichem. Hatte ich Pralinen und Kinderkacke(die Firma, nicht das Naturprodukt) erwähnt? Und wer ist schuld(außer mir, der es gegessen hat)? Die Ausnahme! Wenn ich mich konsequent von den Versuchungen fernhalte(ich sag nur: Rock am Ring ohne alkohol!), komme ich damit auch gut zurecht. Aber wenn man nach einer langen Phase des darbens angefixt wird, hat das schnell üble Folgen. Morgen heisst es Zähne zusammen und durchhalten! Allerdings ist da noch die Hälfte von meinem ben&jerry's cheesecake brownie eis. Initialzündungen gab es zwei: absolutes Tiefstgewicht (82,1) und Pizza im Büro. Wenn man wieder ein Stück Gewicht wegbekommen hat, wird man schnell nachlässig. Habe ich bei mir schon öfter bemerkt, auch andere konnten ähnliches berichten. Die Pizza habe ich teilweise mitbezahlt, da wäre es sehr unhöflich gewesen zu verzichten. Und wegschmeissen geht ja auch mal garnicht! Hoffentlich ist der Bauch bis morgen wieder soweit geleert, dass ich den langen Wochenendlauf auch gut hinbekomme. Aber vermutlich müsste ich bis Rom-Nord laufen, um die Kalorien der letzten beiden Tage zu kompensieren. Arsch ich!

 
Motivation


Wie motiviere ich mich am Besten? Der Untertitel ist ja nicht zufällig Laufragebuch. Die meiste Zeit beim Laufen ärgere ich mich, wandle Wut in Kraft um, zumindest bei schnellen Einheiten. Wenn ich mich anstrenge und folgerichtig schwitze werde ich unleidlich. Wenn ich schwitze, fühle ich mich unwohl und eklig und das nervt mich. Bin ich genervt, geht mir alles und jeder auf den Zeiger. Die Wurzel auf dem Boden, der Walker vor mir, der Typ der mich überholt, die Sonne die scheint, der Wind der weht, die Uhr die tickt, der Ipod mit dem falschen Lied, was auch immer.

Während des Laufs rede ich mir immer ein, dass nach dieser Runde Schluss ist und trabe frohen Mutes weiter. An der Abbiegung laufe ich aber einfach geradeaus weiter, ich Schlitzohr, und sage mir wieder dass dieses nun aber die letzte Runde sei. Klappt überraschend oft. Ab 30 lassen die geistigen Fähigkeiten wohl wirklich nach. Von sich selbst hinters Licht führen lassen.

Um überhaupt laufen zu gehen, brauche ich keine Motivation. Der Lauf ist ein Termin, den ich direkt nach der Arbeit wahrnehme. Daher stellt sich überhaupt nicht die Frage ob ja oder nein, Zusagen werden nicht gebrochen. Ich breche direkt nach und von der Arbeit aus auf, das killt das Risiko zuhause auf dem Sofa zu versauern oder sich sonst irgendwie ablenken zu lassen. Am Wochenende stehe ich früh auf, bevor meine Freundin wach wird, und schleiche mich auf leisen Sohlen raus. Auf dem Rückweg hole ich dann sofort Brötchen, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Meist ist bei Rückkehr dann auch schon der Tisch gedeckt, während die Dusche läuft kochen die Eier, Frühstück ist fertig und das Sofa kann kommen.

Schlagwörter für diesen Artikel:

 
Der Plan


Zur Zeit sichte ich verschiedene Pläne, um mir den vermeintlich am Besten für mich geeigneten auszusuchen. Prinzipiell sehen fast alle Pläne ziemlich gleich aus, variieren allerdings in ihrer Länge. Mal 10, mal 12 Wochen, bis hin zu 16 Wochen. Lange & langsame Läufe am Wochenende, kürzere teils mit Tempotraining in der Woche. Wichtig wird in den nächsten Tagen sein, dass ich mich für eine Marschrichtung entscheide. Einfach nur ankommen... unter 4:30, unter 4:15, unter 4:00. Natürlich Stunden insgesamt, nicht Minuten/km. Wichtiger als die Entscheidung über das Tempo ist aber das Training selbst, um überhaupt die Vorraussetzung für ein erfolgreiches Abschneiden zu schaffen. Daher sollen jetzt mindestens 50km/Woche fallen. Bislang waren 21km meine Höchstleistung, 2:20 die bisher längste Zeit, die ich in Bewegung war. Es bleibt also noch ein "kleines" Stückchen zu bezwingen.

Am meisten Sorgen bereiten mir die unglaublich langsamen Läufe, die man zwischendrin einstreuen soll. Ich muss es irgendwie schaffen, den Sinn dieser Läufe zu durchschauen. Im Augenblick denke ich, man soll sich nicht im Training dauerhaft ermüden,nicht jedes Training als kleinen Wettkampf sehen. Nicht immer schneller, höher, breiter. Da steht man als moderner Mann doch drüber! Dann dafür aber länger! Aber es kommt ja sowieso nur auf die Technik an... oder war das eine andere Disziplin?

Schlagwörter für diesen Artikel: ,