ab sofort ist dieser Blog auf www.koerb.de umgezogen
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Ich habe jetzt etwas gefunden, was mich hoffentlich gut über den Winter bringt -> Streakrunning - täglichen Laufen. Kommt ursprünglich aus den USA, daher ist die kürzeste täglich zu laufende Entfernung 1,6km(1 Meile). Immer schön zwischen 0 - 23:59, also pro Kalendertag. 1,6km finde ich aber albern, daher werde ich versuchen, jeweils auf 10km täglich zu kommen. Bereits am Donnerstag habe ich damit begonnen, kann also schon auf stolze 3 Tage zurückblicken. Bin mal gespannt, wielange ich das durchziehen kann und wie ich vor allem durch die nächste Woche, wenn ich 5 Tage in Schweden bin, komme.
Wetten werden entgegen genommen. Mal sehen, was mir zugetraut wird.
Endlich mal wieder etwas zum Grundthema, der Laufrage:
Im Augenblick fühle ich mich beim Laufen komisch, wenn ich in meiner kurzen Laufkleidung andere treffe, die auch so gekleidet die Antarktis durchqueren könnten. Um nicht soviele blöde Blicke zu kassieren, habe ich heute morgen auch lange Klamotten getragen und sofort mit Hitzestau bezahlt. Wenn die Sonne scheint, ist es einfach viel zu warm für lange Hose und langen Arm.
Die Ampelsteher. Auf Hin-und-Weglauf zu meinen üblichen Laufeinstiegspunkten liegen manchmal auch Ampeln, die gern bei Rot passiert werden. Oft verbietet aber ein hohes Verkehrsaufkommen die Überquerung. Unverständlicherweise lungern auch oft andere Läufer an der Ampel rum. Ich habe aber noch nie jemanden gesehen, der wie ich kleine Kreise läuft oder 50m nach rechts, 50m nach links bis die Ampel grün zeigt. Anhalten ist doch beim Laufen das schlimmste, was es gibt. Ehe ich 2 Minuten blöd rumstehe laufe ich doch lieber ein wenig. Die Überquerung ist dann auch so eine Sache. Meine Standardampeln ist dann mit zahlreichen Radfahrern, Spaziergängern und Läufern von beiden Seiten bevölkert. Statt wie ein vernünftiger Mensch, und wie auch in der Schule gelernt, im 90°-Winkel die Straße zu überqueren ergibt sich oft ein lustiger Zickzackkurs. Mit gerader Linie ist man wirklich die Ausnahme, der Huaptfeind ist das Fahrrad mit Kinderanhänger, die haben wohl eingebaute Vorfahrt. Kein Blick links, kein Blick rechts(und gern auf der falschen Seite des Radweges unterwegs, auch wenn dieser nur ca 50cm breit ist). Auf meinem Büroweg kommen mir regelmässig 10-15 Räder entgegen und jedes Mal muss man fast stehenbleiben, um vorbeizukommen, Lerneffekt wohl gleich null. Seit ich jetzt auch auf der falschen Seite fahre, kommt mir kaum jemand entgegen. Deppen.
Ich hab ein Orientierungslos gefunden, leider eine Niete, zu gewinnen gibt es nix.
Ich erliege fast jeder Kalorienfalle, jede Kleinigkeit ist recht, um nicht Laufen gehen zu müssen. Das Ziel fehlt, keine Richtung ist da, der man folgen könnte. Ich habe erfolglos versucht, verschiedene Leute zum Syltlauf zu motivieren, leider sind die Reisekosten wirklich hoch. Gleiches wird dann wohl auch für den Helgoland-Marathon gelten. Ich habe auch keinen Bock, andauernd alles allein zu machen. Man muss ja nicht immer HandinHand rumlaufen, aber so ein wenig Beistand zwischendurch wäre nicht schlecht, jemand der in eine änliche Kerbe schlägt.
Mittwoch war ich 30 Minuten unterwegs, sehr gehetzt nach langem arbeiten und folgendem Spinning mit darauffolgendem 90MinutenYoga. Hätte ich gewusst, wie diese Yogastunde auf die Beine geht, wäre ich nicht so intensiv gelaufen bzw hätte mich beim Spinning nicht so reingehängt. Donnerstag wollte ich laufen, dann Freitag, dann Samstag, dann Sonntag. Niente. Schlimm war in diesem Zusammenhang noch, dass heute der Hardtwaldlauf gewesen wäre. Da aber der gestrige Abend sehr lang war, habe ich mir den Lauf gespart. Die anvisierten U50 hätte ich bestimmt nicht erreichen können. So bin ich dann lieber arbeiten gegangen, wenigstens Geld verdient. Trotzdem bin ich leicht verärgert. Wieso müssen die Läufe auch so oft am Sonntag sein, zudem noch am Morgen? Nächsten Samstag ist der Oberwaldlauf, aber der ist am Samstag um 14:30. Und um 15:30 ist der FC Bayern zu Gast beim KSC. Wieder nix. Beim Hockenheimringlauf bin ich in Schweden, auch nix. Bleibt einzig noch der KSC-Schlossparklauf, mal sehen was hier dazwischenkommen wird.
Ich hab im Nachhinein noch etwas über meine Marathontaktik, die sich mehr oder weniger auch automatisch ergeben hat, nachgedacht.
Ich bin durch den für mich ungewohnten recht fixen Beginn ein gewissen Risiko eingegangen. Ob es sich ausgezahlt hat, weiss ich nicht. Ob eine andere Taktik funktioniert hätte, ist ebenfalls pure Mutmassung. Es war ja keine Entscheidung zwischen drei Toren, bei mir wartete möglicherweise dreimal der Zonk. <da fällt mir spontan noch etwas ein, dass mich beim Jörg Draeger und Geh aufs Ganze schon immer geärger hat. Dieser ganze Wahrscheinlichkeits und Chancenkram. Den Hauptgewinn interessiert die Wahrscheinlichkeit nicht, es juckt ihn nicht, ob deine Chance 33% oder 50% oder gar nur 66,67% ist. Er versteckt sich einfach hinter seinem Vorhang. Auch die Wahl mit der geringsten Wahrscheinlichkeit kann treffen. Zwar hat man bei anderen Varianten mehr Chancen auf den Hauptpreis, aber wenn das große Los hinter dem anderen Vorhang ist, hilft das auch nicht. Das heisst nicht, dass man nun extra gegen die Wahrscheinlichkeit agieren soll und das der andere Weg der richtige bzw bessere ist, aber er könnte es sein. Wissen kann man es maximal hinterher, wenn überhaupt.
Also: Bei kalkulierbarem Risiko ruhig mal etwas wagen, auch wenn alles dagegen spricht.
Zum Thema Laufen: bislang 2 kürzere Läufe ohne große Motivation... der Wettkampf nächsten Sonntag droht aber schon... das wird wohl nix mit den geplanten u50 im Wettkampf. Beine noch zu müde, denke ich.
Jeder Erfolg bzw. jede Leistung hat irgendwo ihren Ursprung und ihre Väter. Daher nutze ich jetzt diese Stelle, um Danksagungen auszusprechen.
Der erste Dank geht an den Marathongeist, wer oder was auch immer er(oder sie) ist. Fragt man mich zu meiner Motivation, so kann ich nichts bestimmtes dazu sagen. Ich wollte mir nichts beweisen, noch weniger irgendwem anders. Ich hatte einfach Bock drauf, "nur so", und das schon immer. Es gibt die Dinge, die mich schon zu Kinder und Jugendzeiten fasziniert haben. Irgendwann kommt der Moment, zu dem man sich diese Träume erfüllt. Glücklicherweise sind noch ein paar übrig, aber dazu an anderer Stelle mehr. Ich wollte schon als Kind immer mal einen Marathon laufen, fand das aus irgendwelchen Gründen cool. Vermutlich, weil es etwas war, das nicht jeder gemacht hat.
Weil es eine Leistung war, die über das Normale hinausgeht. Leider hat der Marathon in den letzten Jahren viel von dieser Faszination verloren. Wenn sich Tausende bei den großen Marathons durch die Straßen schieben, ist das kein besonders singuläres Ereignis mehr. Jeder hat einen Nachbarn oder einen Arbeitskollegen, der das schon x-mal gemacht hat. Jeder kann einen Marathon laufen(das war mir schon immer klar), aber leider: auch fast jeder tut es. Erschwerend kommt noch hinzu, das mir 98% der Läufer ziemlich unsympathisch sind. Eigentlich hätte ich es also garnicht tun müssen, weil sich im Laufe der Jahre die Rahmenbedingungen verändert haben, aber ich habe noch nie ein Vorhaben(eines der Sorte, das ich mir wirklich vorgenommen habe... auch wenn es irgendwann ist) nicht durchgeführt. Glücklicherweise habe ich keine besonders halsbrecherischen Dinge mehr im Hinterkopf. Den Fußbruch wider besseren Wissens habe ich schon hinter mir (da hatte ich mir mit 5 Jahren vorgenommen, 3-mal in meinem Leben von einem Holzfort auf dem Spielplatz zu springen. die ersten beiden Male waren schon schmerzhaft(Fuß verknackst, auf Rücken gelandet(Luft weg)), aber mit 12 ist mir wieder eingefallen, dass der dritte Sprung noch fehlt. Und rumms, war der Fuß durch. Gut, dass ich zeitgleich ohne Erlaubnis oder Wissen meiner Eltern 10km mit dem Fahrrad von zuhaus entfernt war. Kein Geld in der Hosentasche. Kein Fuß zum Pedale treten. Aber das ist eine andere Geschichte. Was aber blieb: Stolz, weil ich mein mir gegebenes Versprechen gehalten habe. Andere werden aber wohl zeitlebens auf der Strecke bleiben: Patent anmelden, bei WettenDass auftreten, auch Romanschreiben stufe ich als sehr unwahrscheinlich an)
Aber zurück zum Dank. Danke Spirit, dass du mich über fast 3,5 Jahre hinweg angetrieben hast.
Danke an meine Selbsteinschätzung, die mir nichts grundlegend Falsches eingeredet hat. Es wäre fatal, sich lange auf ein Ziel vorzubereiten um dann sehr frühzeitig auf der Strecke zu bleiben. Es ist im Leben wichtig, zu wissen was man kann und was nicht (s. Patent (kein Geld, zu wenig innovativ, zu "dumm") Wettendass (zu schlecht, ohne besondere Fähigkeit, zu einfallslos), Roman (zu antrieblos, zu wenig zielgerichtet, überfordert...(mir würden noch 124 Gründe einfallen, aber man muss sich ja nicht unendlich selbst zerfleischen)). Ein großer Dinosaurier ist das Guinnessbuch. Das Vorhaben habe ich noch nicht zu 100% ad acta gelegt. Wer weiss.
Die Selbsteinschätzung hat einen Marathon zumindest für durchaus möglich gehalten, und das scheint ja auch den Tatsachen entsprochen zu haben. Da habe ich bei möglichen Folgeprojekten schon andere Bedenken, aber auch dazu in ein paar Tagen mehr.
Danke an meine Gesundheit. Die ganzen pillepalle Wehwehchen, mit denen man sich im Training so rumplagt, sind vergleichsweise mit richtigen körperlichen Problemen nicht besonders der Rede wert(auch wenn man durchaus drüber reden konnte und musste, um es nicht zu Problem werden zu lassen). Andere brechen sich Füße, reißen sich Bänder, kriegen schwere Erkältungen, werden dick oder auch Vater(oder beides).
Danke an diejenigen, die sich Trainingsgeschichten angehört haben. Für mich ist es ungeheuer wichtig, über Dinge zu reden, die mich beschäftigen. Einmal ausgesprochen, wird die Last oft leichter. Es folgen hoffentlich auch mal wieder interessantere Geschichten.
Danke an Nike+ und Apple. Die Kombination aus Musik und Strecken/Geschwindigeitsaufzeichnung hat mir den letzten Kick für die Vorbereitung gegeben. Ich bin ein Zahlenmensch und hasse Ungenaues. Durch euch hatte ich ein relativ gute Einschätzung der zurückgelegten Strecke und gleichzeitig durch die grafische Aufbereitung und andere Funktionen der Webside viel Motivaton. So habe ich viel der für mich nötigen Sicherheit erhalten.
Danke an die Hörbücher, die mich über viele lange Läufe begleitet haben.
Danke an die Karlsruher Wälder, die mir schöne Momente in der Natur und angenehmen Untergrund beschert haben, zzgl zu vielen möglichen Strecken direkt vor der Haus/Arbeitstür.
Danke an das Wetter, dass fast immer gutes Laufwetter geboten hat. Im Frühjahr konnte ich noch davon ausgehen, dass es immer regnet, wenn ich einen Lauf geplant hatte, aber ab Beginn der Vorbereitung war es fast durchgängig trocken zu meinen Läufen. Die Temperatur war unterschiedlich, was mir auch sehr gelegen kam, damit man sich an verschiedene Umstände gewöhnen kann. Daher war selbst der eine komplett verregnete 20km-Lauf sehr willkommen.
Zuletzt ein Riesendank an meine Freundin, die mich während der gesamten Vorbereitung und besonders am Rennwochenende selbst hervorragend unterstützt hat und mir keine Stöcke zwischen die Beine geworfen hat. Man ist schon regelmässig einige Stunden nicht daheim und kehrt zum Überfluss noch mir feuchten, stinkenden Klamotten heim. Selbst im Urlaub und an Wochenende musste gelaufen werden. Danke fürs Rückenfreihalten! Ich hoffe, dass ich mich gebührend dafür revanchieren kann.
Kein Dank geht an keinen, der mit mir laufen gegangen ist. Es wäre zwischendurch nett gewesen, sich nicht komplett selbst motivieren zu müssen, aber es hat sich niemand auftreiben lassen.
Kein Dank geht auch an diejenigen, die durch diverse Störfeuer weder positiv noch negativ motivieren, sondern fast nur unnötig und unnachvollziehbar auf den Sack gehen. Immerhin hat es dadurch zum letzen Satz gereicht. Das ist doch auch schon was.
Jetzt habe ich endlich einen Weg gefunden, um die Playlist hier einfügen zu können. Nachfolgend also die komplette Aufstellung:
| The Winner Takes It All | ABBA |
| Thunderstruck | ACDC |
| Loser | Beck |
| Axel F (Radio Mix) | Crazy Frog |
| Believe | Franka Potente |
| Hurz!!! | Hape Kerkeling |
| When I Need You | Leo Sayer |
| My Father, My King | Mogwai |
| Weiße Rosen aus Athen | Nana Mouskouri |
| How Bizarre | OMC |
| Va Pensiero | Pavarotti and Zucchero |
| Purple Rain | Prince |
| Don't Let Me Be Misunderstood | Santa Esmeralda |
| daffodils | |
| Karel Gott - Biene Maja | |
| Bata Illic - Michaela - 01 | |
| Lucilectric - Weil ich ein Mädchen bin | |
| Wham - Last Christmas | |
| Amelia | The Mission |
| This Corrosion | The Sisters Of Mercy |
| Electronaut | VNV Nation |
| So Fell Autumn Rain | Lake Of Tears |
| Afrika | Fritten und Bier |
| Accelerate | R.E.M. |
| All Summer Long | Kid Rock |
| Ana's Song (Open Fire) | Silverchair |
| Blackmore - No second Chance | |
| Bohemian Rhapsody | Queen |
| Bruce Springsteen - No Surrender | |
| Bryan Adams - Summer Of '69 | |
| Disco 2000.mp3 | Pulp |
| Fairytale Gone Bad | Sunrise Avenue |
| faith no more - ashes to ashes!!s | |
| Girls Just Wanna Have Fun | C. Lauper |
| Hate Is Just a 4-letter word | Shock Therapy |
| Helden | Apocalyptica |
| holiday - SCORPIONS ACOUSTICA | |
| In Trance | Scorpions |
| iris | goo goo dolls |
| Justagirl | No Doubt |
| Levellers - Fantasy | |
| Lieber Staatsanwa | Lustfinger |
| UKW - UKW | |
| Tubthumpig | Chumbawamba |
| Touch me | Samantha Fox |
| This is not a Lovesong | Public Image Limited |
| the_ordinary_me | |
| Swallowed | Bush |
| Sunday Bloody Sunday (Live from Paris) | U2 |
| Song 2 | Blur |
| Sanity | Bad Religion |
| Not An Addict | K's Choice |
| Ö la Palöma Blanca Radio Edit | |
| Schwarzer Peter | Honigdieb |
| Mr. Brightside | The Killers |
| Kill Your Ideals | Phillip Boa & The Voodooclub |
Um 13:18:05 war es rum, der erste Marathon. Abzüglich der Startverzögerung bleibt eine Nettozeit von 4:13:02. Platz 954 unter 1315, Platz 143 unter 185 in meiner Altersklasse. Halbmarathonzeit 1:58, zweite Hälfte in 2:15.
Mein Start war ambitioniert, ich wollte der U4Stunden zumindest die Chance geben. Aber da das rechte Bein sich bereits nach ca 10km gemeldet hatte, konnte ich schon früh davon ausgehen, das Tempo nicht durchhalten zu können. Direkt nach der Hälfte wurden die Beine recht schnell müde, das Tempo konnte ich noch 4km halten, dann war Schluss. Ich habe dann in den "nur-noch-geniessen"-Modus geschaltet. Der Modus war dann auch schnell um und wurde vom "aua-meine-Beine"-Modus abgelöst. Bei km32 haben mich dann die 4-Stunden-Zugläufer überholt, mein Polster war aufgebraucht.
Danach habe ich jede Kilometermarkierung herbeigesehnt. Kurze Gehpausen bei der 2,5km-abständigen Getränkepause. So habe ich mich dann mehr schlecht als recht ins Ziel geschleppt. Erst das 40km-Schild hat mich wieder etwas motiviert, bei km 41,5 habe ich dann sogar noch zum Endspurt angezogen. Überrascehnd und interessant, dass da noch Körner übrig waren. Vielleicht wäre mehr drin gewesen, wenn ich etwas gebissen hätte... naja... jetzt erstmal ein paar Tage die Beine hoch legen.
komisch, wenn man die Zeitrechnung so betreibt. Plötzlich wirkt das Rennen doch ziemlich nah. Richtig aufgeregt bin ich nicht, allerdings spricht die Konsistenz des Stuhlgangs doch von einer gewissen Anspannung. Unschlüssig bin ich nach wie vor über das einzuschlagende Tempo. Soll ich versuchen, die 4 Stunden anzugreifen, oder von Beginn an auf ankommen zu laufen. Meine Lust, das letzte Drittel im Gehen zurücklegen zu müssen, ist relativ gering. Aber genau das ist die logische Folge, wenn man seine Körner verschiesst. Leider weiss man erst hinterher, wieviele Körner man gehabt hätte.
Ich "freue" mich auch schon riesig auf die Musikuntermalung! Das wird auf jeden Fall ein Spaß! Glücklicherweise bin ich nicht auf noch blödere Ideen zur Spendensammlung gekommen, so bekommt von außen immerhin keiner was mit. Besser als Kilt tragen oder Freundschaftsbänder oder jeden Kilometer Tiergeräusche machen. Das mit den Tieren gefällt mir spontan allerdings dann doch, vielleicht ist das was fürs nächste Jahr.
Die Sachen sind gepackt, alles ist vorbereitet. Fehlt noch ein wenig Schlaf und AUF GEHTS.
P.S. Schonmal ein Dankeschön an die freundlichen Spender. Die Songliste wird morgen veröffentlicht.
die Uhr tickt unaufhaltsam, die Kalenderblätter fallen, das Ende naht. die lange oder schnellen Trainingsläufe sind vorbei, es bleiben noch 60, 40, 20 Minuten in langsamer Geschwindigkeit. Im Urlaub habe ich beide Läufe ordentlich durchgeführt, wenn auch jeweils spät am Abend. Immerhin hat es am ersten Abend geregnet, so dass ich auch noch Regentraining hatte, vermutlich die übliche Trainingsform in Irland. Beim zweiten Luaf über 17km konnte ich erst dem Liffey stadtauswärts folgen, um dann direkt an der Küste über den Sandstrand entlangzulaufen. Am Wasser laufen zu können macht einfach am meisten Spaß. Wasser strahlt immer viel Ruhe aus, trotz der ähnlichen Gestalt wird es aber kaum langweilig, im Gegensatz zu gewissen Bäumen oder Häuser, Wegen oder Straßen. Allerdings war es schon an diesem Abend relativ kalt, so dass meine Gesundheit leicht gelitten hat. Durch das naßkalte Wetter und etwas zu leichte Bekleidung ist mein Schutzschild vermutlich etwas gebröckelt. Am Samstag folgten wiederum 40 Minuten im Regen und relativer Kälte, gestern dann nochmals 21km. Am Ende lief mit dann sogar die Nase, im Winter normal aber in dieser Jahreszeit und den für Karlsruhe sonst üblichen Temperaturen eher unüblich. Daher ziehe ich mich zur Zeit etwas dicker an, um einer möglichen Erkältung vorzubeugen. Bei meinem morgigen Lauf werde ich vermutlich sogar die Winterlaufkleidung anlegen und hoffen, dass ich nicht zu schwitzen beginne, was sich wiederrum negativ auswirken würde.
Die leichte Aufregung und Unruhe, die mich vor 3 Wochen befallen haben, sind mittlerweile wieder verflogen. Durch die ziemliche Utopie, unter 4 Stunden bleiben zu können, ist der größte Druck verflogen. Leider bin ich dadurch auch relativ ziel - wenn nicht sogar fast motivationslos, weil ich dann mein eigentliches Ziel nicht erfüllen kann. Aber vielleicht ändert sich das in den nächsten Tagen und beim Lauf selber noch.
Die letzten Tage vor dem Lauf versuche ich einen täglichen Status quo abzugeben.
Zwei Wochen noch. Abschluss der eigentlichen Trainingszeit. Jetzt wird die Intensität und der Umfang herabgesetzt. Hoffentlich bringt die "Erholungszeit "etwas. Naja Erholung, 70km sind insgesamt dann doch noch zu laufen.
Donnerstag waren es 14 dahingeschleppte Kilometer, die mich schlimmes für den langen Lauf am Samstag haben befürchten lassen.
heute gab es den letzten langen Lauf in der Vorbereitung (die 20km nächsten Samstag gelten inzwischen intern nicht mehr als lang). 35km in 3:34. Gegen Ende waren die Beine zwar schon recht müde, aber noch ohne Geschwindigkeitsverlust. Kein Kilometer war langsamer als 6:20(von 2 Trinkpausen mal abgesehen). Gestern abend gab es viel Nudeln, ich habe extra viel getrunken und vor dem Lauf eine halbe Banane gegessen, während des Laufs 1l Wasser und die andere Hälfte der Banane. Zwischen km 25-27 hatte ich vermutlich mein erstes Runners High. Ich war plötzlich gut gelaunt, habe lauthals mitgesungen und sogar ein paar Tanzschritte in den Lauf eingebaut. Könnte aber auch daran gelegen haben, dass die ersten beiden Stunden mit einem Hörbuch etwas ruhiger abliefen und dann zufällig direkt danach zwei gutelaune-lieder kamen. "bitte lieber Staatsanwalt" von Lustfinger und "Holiday" von The Other Ones. Gegen Ende habe ich dann nur noch das Ziel herbeigesehnt. Als Training habe dann noch eine Fußgängerbrücke mit eingebaut. Mit jeder Sekunde Aufstieg wurde es schlimmer... sehr anstrengend für die Beine. Auf den letzten 3km warten zwei solcher Brücken auf mich. Nach den heutigen Erfahrungen werde ich diese sehr zurückhaltend angehen, ev. nehme ich das gehen sogar wörtlich. Lieber ein paar Sekunden verlieren als ein paar Minuten durch Krämpfe.
Zwei Blasen an den Füßen, aber den Zehen geht es gut. Den Laufsocken trage ich an den Zehen jetzt sehr locker und habe dadurch jetzt keine Probleme mehr. Problem erkannt, Problem gebannt. Endlich mal.
Jetzt gehe ich einigermaßen beruhigt in die letzten beiden Wochen. Wenn ich in dem Tempo laufe, dürfte nicht viel passieren.
Außer dass ich etwas unzufrieden ankommen würde, weil etwas mehr dringewesen wäre. Aber ankommen ist erste Bürgerpflicht.
wen die Läufe im Einzelnen interessieren, hier eine fast komplette Übersicht. 2 Läufe sind durch einen Technikdefekt nicht aufgezeichnet worden. Ab August gibt es eine Abweichung von -5-10%, d.h. steht dort 9,5 waren es knapp über 10km.
Die liebe Technik...
http://www.runnerplus.com/people/strangeone
p.s. Zeh schmerzt weiterhin bei jedem einzelnen Schritt!
Der erste Lauf mit den neuen Schuhen ist rum. 10,7km in 60 min statt 9km. Naja. Erst war ich voller Freude, weil es relativ gut ging, jedenfalls ohne größere Probleme. Logisch, dass sich Fuß und Bein erst an die neuen Schuhe gewöhnen müssen.
Aber mit der Heimkehr begann der Zeh neben dem großen Onkel zu schmerzen. Der Schmerz steigt von Lauf zu Lauf, aber so schlimm wie heute war es noch nie. Entweder ist es eine Entwicklung oder es wurde durch die Laufsocken verstärkt. Die Socken sitzen sehr eng und üben somit Druck auf dem Zeh aus. Wenn ich die Socken jetzt aber weglasse, ist im Schuh wieder zuviel Spiel... dann nehme ich Donnerstag mal wieder die dicken Tennissocken, die ich seit dem Winter ausrangiert hatte.
Der Zeh macht mir echt Sorge... der Nagel ist schon etwas abgelöst, die Spitze ist nicht mehr nagelgeschützt, mit zwei Blasen belegt und extrem druckempfindlich. Vielleicht hilft es, wenn ich den Zeh komplett tape? Hab ich schon erwähnt, dass es Zeit wird? Komm zu Potte, Monat!
Bei mir gibt es wenig erfreuliches zu berichten. Ich hätte heute einen Halbmarathon in 1:53 laufen sollen. Es gab einen Vorbereitungslauf von einem Lauftreff. Ich bin dann mit den 5:30ern gestartet und war schon erstaunt, dass mein Puls doch immer um die 180 rum lag. So hoch war er nichtmal, als ich einen 5:00 gelaufen bin... habe dann am Ende der Runde etwas abreissen lassen und bin nach 52:30 wieder am Start angekommen. Also ist die Gruppe deutlich schneller unterwegs gewesen(wohl das Resultat, wenn 5:30 die schnellste Gruppe ist). Das Tempo konnte und wollte ich mir keine weiteren 12km antun und habe auf die nächste Gruppe gewartet. Hier lief es dann auch eher schlecht als recht. Erst ist ein Stein durch den Schuh gewandert, den ich nur durch ausziehen des Schuhs entfernen konnte, dann musste ich das Loch wieder zulaufen. Bei km19 habe ich mir dann einen kleinen Bergaufsprint geleistet, dem ich auch prompt Tribut zollen musste. Musste wiederum abreissen lassen. Durch ungeklärte Umstände habe ich dann den Weg verloren(die 3 Runden kreuzten sich jeweils, irgendwann kamen wohl die 5:30er von links, es kam zu einer Mischung und ich bin den falschen nachgelaufen. Den Fehler habe ich dann recht schnell bemerkt(das Ende hätte schon erreicht sein müssen) und habe versucht, der Nase nach den Weg wiederzufinden. Ist mir auch gelungen, aber dann hat es mich anscheinend an einer anderen Kreuzung wieder fehlgeleitet. Mittlerweile bin ich fast nur noch gegangen. Dann fiel mir mein GPS-Handy ein und wies mich zum Ziel(ich war ca 2,5km entfernt). ca 21km gelaufen, ca 4km gegangen, völlig platt. wollte am ende noch ein wenig traben, aber schmerzen in der brustgegend machten das unmöglich. Die erste Hälfte der zweiten 10km hatte ich mit Ziehen in Brust/Schulterregion zu kämpfen(ev zuviel in der Pause gegessen/getrunken) in der zweiten Hälfte dann ziehen in den Hoden(ev Überanstrengung oder einfach der Bauchbeutel (der Handy, Schlüssel und ipod transportiert), der sich mit zunehmender Laufdauer selbst verlängert hat(oder mein Bauch ist mit Laufdauer geschmolzen(wahrscheinlicher - zuwenig hydriert im Vorfeld). Dazu gesellte sich dann noch stechender Schmerz am mittleren Zeh des rechten Fußes, den ich aber durch geringeres Tempo wieder kompensieren konnte, im Gegensatz zu einer Blase ebenfalls am rechten Fuß(links außen), die sich seit 2 Wochen immer ab km15 bildet. Ich sollte mir wirklich den Kauf eines neuen Paares überlegen, auch wenn der momentan nicht gut ins Budget passt.
Um etwas Positives aus dem Tag zu holen: Mein Körpergefühl stimmt. Ich hatte schon länger das Gefühl, dass meine Leistungskurve abwärts zeigt, was sich durch die Läufe der letzten beiden Wochenenden bestätigt hat.
Ich weiss nun auch definitiv, dass Pulswerte über 180 zu vermeiden sind, wenn ich durchlaufen möchte(heute wären 42km definitiv nicht mehr möglich gewesen!)
Ich kann mich von realistischen u4-plänen verabschieden. Bisher wollte ich solange das u4-Tempo laufen wie es möglich ist um dann, sobald die Rechnung nicht mehr aufgeht, auf Ankommen umzuschalten. Nur wäre ich heute nicht mehr angekommen(auch wenn das Tempo heute 30 Sek schneller als MT war).
Jetzt habe ich 3 Wochen Zeit, mich mental auf ANKOMMEN einzustellen und mir irgendwas zur Motivation einfallen zu lassen.
Der Rest der Woche lief relativ normal. Dienstag Tempotraining 15km. 3x3km in 5:20(hat noch gut funktioniert.) Donnertag etwas kürzer als geplant, aber ich war in Zeitnot und es sah nach Regen aus, zudem schmerzte mein Rücken und ich hatte mich Blähungen zu kämpfen. Wirkt sich schlecht auf das Wohlbefinden aus. Ich habe das Vollkornbrot in Verdacht (werde das kommende Woche testen und ggf weglassen). Nächsten Samstag wartet dann wieder ein Lauf über 32km. Der soll bitteschön etwas besser funktionieren als die letzten beiden.
letztes Wochenende war die Vorbereitungszeit halb rum. Mittlerweile sind es lediglich noch 4 Wochen. So langsam kommt ein leicht flaues Gefühl in der Magengrube, wenn ich daran denke.
Aber zunächst zu den letzten Läufen. Vergangenes Wochenende war ich zwei Abende hintereinander lange unterwegs, teils auch mit Alkohol, Essen und wenig Schlaf. Da am Sonntag ein 10km-Tempolauf anstand, fühlte ich mich dem körperlich nicht gewachsen und legte spontan einen Ruhetag ein. Am Montag sollte dann der Lauf nachgeholt werden, aber da ich erst um sieben von der Arbeit heimgekommen bin, konnte ich erst nach dem Essen um kurz nach 8 starten. Gepeinigt von vollem Magen und wenig Licht bin ich nur 5km schnell gelaufen. Mehr ging nicht, insgesamt 10km. Also verschoben auf den Dienstag. Wesentlich fitter habe ich mich auch nicht gefühlt, aber immerhin die 10km schnell durchehalten, auch wenn ich 52:30 statt 51:00 benötigt habe. Ich kam leider nicht in die Belastungsspitzen. Dafür lag der Puls ca 10 Schläge unter dem des Vortages, das schreibe ich dem vollen Magen zu.
Am Donnerstag konnte ich wiederum erst nach dem Essen laufen gehen. Wenn es sich vermeiden lässt, spare ich mir das in Zukunft. Die ersten 30 Minuten sind jeweils ziemlich anstrengend, danach hat man sich anscheinend den Bauch etwas freigestrampelt.
Heute war dann der dritte Ü30 Lauf an der Reihe. Ich bin schon nicht besonders motiviert aufgestanden und habe wohl unbewusst alles getan, um später loslaufen zu können.
Wieso nicht vorher noch die Blumen giessen? Die Christbaumkugeln könnte ich auch noch polieren und Autowaschen wäre auch mal wieder nötig. Aber nach ca einer Stunde Verzögerung gab es kein zurück mehr. Beim Lauf wurde ich heute von einem Krimi begleitet, der Wald ist schweigen oder so ähnlich. Ohne Beschallung wäre ich vermutlich keine halbe Stunde weit gekommen. Der komplette Lauf war eine einzige Qual. Glücklicherweise bin ich 17,5 km stur geradeaus nach Graben gelaufen, so dass ich gezwungen war, den kompletten Weg auch wieder zurück zu bewältigen. Nach 10km gab es eine kurze Gehpause mit Trinken und halber Banane, nach 17,5 die zweite Bananenhälfte. Von da an bin ich kaum noch 3 km am Stück gelaufen, ohne zwischendrin kurz zu gehen, auch als die Trinkflasche schon geleert war. Ich muss die nächsten Tage meinen Fitnessstand weiter beobachten, zur Not muss ich mal ein wenig pausieren, um die Akkus mal wieder aufladen zu lassen . Heute war vermutlich einfach die Belastung zu früh nach dem Tempolauf, es waren ja nur 3 Tage statt 5 wie geplant. Morgen geht es dann direkt wieder weiter, Dienstag dann schon wieder Tempotraining, kommendes Wochenende sogar ein Halbmarathon in schnellem Tempo. Die nächsten 2 Wochen geht es nochmals richtig zur Sache. Au weia.
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November '09 | |||||
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